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Kennen Sie Aphthen? Lästige Plagegeister im Mund

Unangenehm nisten sie sich im Mund- und Rachenraum ein, und meist wird man auf die kleinen roten Flecken erst aufmerksam, wenn sie zu schmerzen beginnen. Es handelt sich bei Aphthen um kleine Geschwüre in milchiger und rötlicher Farbe an der Mundschleimhaut. Sehr viele Menschen sind davon häufig bis regelmäßig betroffen. Hauptsächlich erkrankte Körperregionen sind die Lippeninnenseite, die Zungenspitze, die Wangeninnenseiten oder das Zahnfleisch, selten auch der Genitalbereich.

Ursachen von Aphthen
Eine hauptverantwortliche Ursache bzw. ein alleiniger Auslöser von Aphthen konnte bislang noch nicht festgemacht werden. Als mögliche Faktoren werden von der Forschung Stress, Eisen- oder Vitaminmangel, Durchfall, Infekte oder längere Medikamenteneinnahme genannt, die das körpereigene Immunsystem schwächen und somit anfällig für Aphthen werden lassen. Auch bestimmte Nahrungsmittel, kleinere Verletzungen bei der Zahnhygiene oder Gebiss und Zahnspange sind als Faktoren denkbar, die die Entstehung von Aphthen begünstigen. Zusätzlich spielen möglicherweise die familiäre Belastung und die Monatsblutung bei Frauen eine Rolle.

Ärztlicher Rat ist wichtig
Auch wenn Aphthen mitunter sehr schmerzhaft verlaufen, haben sie nichts mit entartetem Zellenwuchs, also Krebs, gemeinsam. Keinesfalls gehören sie zu den Geschlechtskrankheiten. Aphthen heilen meist von selbst, in einem Zeitraum von ein bis zwei Wochen, ab. Ist dies nicht der Fall, sollte unbedingt ein Dermatologe als Fachmann aufgesucht werden. So wird abgeklärt, ob die Eigendiagnose „Aphthen“ richtig ist und nicht stattdessen Vorboten von Infektionskrankheiten oder gar Krebsarten auftreten. Insbesondere für den Fall, dass Sie häufiger unter Aphthen leiden, sollten Sie Ihren Hautarzt zu Rate ziehen; manche Darmkrankheiten wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn und auch die eher seltene Allgemeinerkrankung M. Behcet bringen ungewöhnlich häufig Aphthen als Begleiterscheinung mit sich.

Alltagsgewohnheiten begünstigen Aphthen
Da Aphthen schmerzhafte Alltagsbegleiter sind, die auch durch Verhalten im Alltag begünstigt werden und derer sich die meisten Menschen möglichst schnell wieder entledigen wollen, kann das zuverlässige Führen eines Tagebuches bei der Vermeidung von neu auftretenden Entzündungen helfen. Das Aufnotieren von Seelen- und Gemütsverfassung sowie des Nahrungsmittelkonsums geben vielleicht nähere Hinweise, um künftig von den unliebsamen Aphthen verschont zu werden. Auch regelmäßige Zahnarztkontrollbesuche, sorgfältige Mundhygiene, eine gesunde- und abwechslungsreiche Ernährung sowie Bewegung im Freien fördern das körpereigene Immunsystem und stärken Ihre Gesundheit. Es scheint bei der Abwehr von Aphthen einen ganz wesentlichen Beitrag zu leisten.

Maßnahmen gegen Aphthen
Zu einer schnelleren Abheilung der Aphthen können Lösungen auf chemischer oder pflanzlicher Basis beitragen, welche auf die frische Aphthe aufgetragen werden. Diese wirken auf jeden Fall schmerzhemmend und unterstützen eine schnellere Abheilung. An manchen Entzündungsstellen ist eine Verwendung von desinfizierenden Mundspülungen einfacher, die meist mit Kamille eine ebenfalls schnell heilende Wirkung erzielen. Spezielle Haftgels oder kortisonhaltige Lutschtabletten haben ebenso positiv auf die Aphthen eingewirkt. Auch eine Darmsanierung oder der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel kann die Heilung unterstützen. Am wichtigsten bleibt jedoch: Nur mit einem intakten Immunsystem kann Aphthen dauerhaft entgegengewirkt werden; hierzu können Naturheilkunde und Homöopathie einen wesentlichen Beitrag leisten.

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